Wärmepumpen-Rechner

Berechne Heizlast, Jahresarbeitszahl (JAZ), Betriebskosten und Amortisation für deine Wärmepumpe

Gebäude

Pers.

Spez. Heizlastkennwert: 110 W/m²

Heizsystem & Vergleich

€/kWh
€/Mon.

0 = automatisch aus Gebäudedaten schätzen

Warmwasser, das die Wärmepumpe zusätzlich zur Heizung erwärmt. Richtwert: ~700 kWh/Person/Jahr (z. B. 3 Personen = 2.100 kWh). Bei 0 wird nur die Heizlast gerechnet.

Wärmepumpe & Kosten

€/kWh
Heizlast
16.5 kW
Normauslegung
Jahresarbeitszahl
3.8
JAZ (Saisonal)
Einsparung / Jahr
+1.653
vs. Erdgas
Amortisation
9.6 J
nach Förderung
💡

Investition zu hoch? Brauchwasserwärmepumpe als ersten Schritt in Betracht ziehen!

Eine Brauchwasserwärmepumpe kostet nur 800–1.500 €, amortisiert sich in 2–4 Jahren und spart sofort 200–400 €/Jahr beim Warmwasser – ohne den großen Aufwand einer Vollanlage. Ideal als günstiger Einstieg oder wenn die Heizung noch funktioniert.

Die 9 besten Modelle →

Energiebilanz

Jahreswärmebedarf30.400 kWh
Strombedarf WP / Jahr8.000 kWh
Betriebskosten WP2.400 €/Jahr
Kosten Erdgas4.053 €/Jahr
CO₂-Einsparung3.7 t CO₂/Jahr
JAZ-Bewertung
3.8

✅ Gut – wirtschaftlicher Betrieb

Betriebskosten-Vergleich

CO₂ jetzt
6.8 t
Erdgas/Jahr
CO₂ mit WP
3.0 t
Strommix/Jahr

Welche WP-Größe brauchst du?

Berechnete Heizlast (DIN EN 12831)
16.5 kW
Normheizlast bei Auslegungstemperatur
Für die BAFA-Förderung ist eine professionelle Heizlastberechnung durch einen Fachbetrieb Pflicht.
Monovalente Auslegung
20 kW
WP deckt 100% der Heizlast auch am kältesten Tag. Kein Backup-Heizer nötig. Empfohlen für Sole- und Wasser-WP.
Bivalente AuslegungEmpfohlen für Luft-WP
12 kW
WP deckt ~65% der Heizlast (≈ 95% der Jahresenergie). An sehr kalten Tagen springt ein Backup-Heizer (E-Stab oder alte Gasheizung) ein. Günstiger in Anschaffung.
Handelsübliche Größen (kW)
4 kW
5 kW
6 kW
7 kW
8 kW
10 kW
12 kWbiv.
14 kW
16 kW
20 kWmono
25 kW
Monovalent Bivalent (Luft-WP) Zwischenbereich

Investition & BAFA-Förderung (BEG EM)

WP-Gerät (Innen- & Außeneinheit)
15.550
50%
Montage & Aufstellung
5.475
18%
Hydraulik & Pufferspeicher
7.125
23%
Elektro-Anschluss
2.650
9%
Gesamt (Richtwert)
30.800

Richtwerte inkl. MwSt. – Angebote können je nach Region und Betrieb stark abweichen. Mindestens 3 Angebote einholen.

Investition (Richtwert)
30.800
inkl. Installation
BAFA-Förderung
15.000
50% Fördersatz
Eigenanteil
15.800
nach Förderung
Amortisation
9.6 Jahre
bei 1.653 €/J Ersparnis

Welche Boni treffen auf dich zu?

Grundförderung 30%
Immer verfügbar für alle förderfähigen Wärmepumpen (BEG EM)
Gesamtfördersatz (max. 70%)50%

Förderfähige Kosten max. 30.000 € (EFH). Antrag vor Auftragsvergabe bei BAFA stellen (bafa.de).

Amortisationsverlauf (25 Jahre, 2% Energiepreissteigerung p.a.)

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Alle Angaben sind Richtwerte – kein Ersatz für eine professionelle Energieberatung

Heizlastkennwerte nach DIN EN 12831 · JAZ-Werte nach VDI 4650 / Fraunhofer ISE · Förderinfos gemäß BEG (Stand 2025)

Wärmepumpe 2026: Lohnt sie sich wirklich?

Eine Wärmepumpe ist die effizienteste elektrische Heiztechnologie, die heute verfügbar ist. Anders als eine Elektroheizung erzeugt sie nicht einfach Wärme aus Strom – sie transportiert Umgebungswärme (aus Luft, Erde oder Wasser) ins Haus und braucht dafür nur einen Bruchteil der Energie. Für jede eingesetzte Kilowattstunde Strom liefert eine moderne Wärmepumpe 3 bis 5 kWh Heizwärme.

Die BAFA-Förderung (BEG) macht 2026 bis zu 70 % der Investitionskosten förderfähig – bestehend aus 30 % Grundförderung, bis zu 20 % Klimageschwindigkeitsbonus und bis zu 20 % Einkommensbonus. Damit sinkt die Nettobelastung oft auf unter 10.000 Euro.

Unser Rechner berücksichtigt Heizlast, Gebäudestandard, Wärmepumpentyp, Klimazone und aktuelle Fördersätze – und liefert ein realistisches Ergebnis für deine konkrete Situation.

Die drei Wärmepumpen-Typen im Vergleich

TypJAZ (Ø)InstallationsaufwandKosten (Brutto)
💨 Luft-Wasser2,7–3,8Gering – kein Erdreich nötig12.000–30.000 €
🌍 Sole-Wasser (Erdwärme)3,6–4,8Hoch – Erdsonden oder Kollektor18.000–40.000 €
💧 Wasser-Wasser (Grundwasser)4,0–5,5Sehr hoch – Genehmigung nötig20.000–45.000 €

Empfehlung für die meisten Häuser: Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist der Einstieg mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Eine Erdwärmepumpe lohnt sich vor allem bei großem Grundstück und hohem Heizbedarf.

Jahresarbeitszahl (JAZ): Was sie bedeutet und warum sie wichtig ist

Die Jahresarbeitszahl (JAZ) gibt an, wie viel Heizwärme eine Wärmepumpe pro Kilowattstunde Strom erzeugt – über das gesamte Jahr gemittelt. Eine JAZ von 3,5 bedeutet: 1 kWh Strom → 3,5 kWh Wärme. Je höher die JAZ, desto günstiger der Betrieb.

35 °C
Fußbodenheizung – beste JAZ
45 °C
Niedertemperatur-Heizkörper
55 °C
Alte Heizkörper – niedrigste JAZ

Wichtig: Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto effizienter die Wärmepumpe. Fußbodenheizung ist deshalb die ideale Kombination. Bei alten Heizkörpern sollte man entweder auf größere Heizkörper umrüsten oder die Heizung hydraulisch abgleichen.

BAFA-Förderung 2026: Was du bekommst

30 % Grundförderung für alle Wärmepumpen (BEG EH)
+20 % Klimageschwindigkeitsbonus beim Austausch einer Öl- oder Gasheizung bis 2028
+20 % Einkommensbonus für Haushalte mit unter 40.000 € zu versteuerndem Einkommen
Förderfähige Kosten bis 30.000 € (Einfamilienhaus) – max. 21.000 € Zuschuss möglich
Antrag muss VOR Auftragsvergabe gestellt werden – nachträgliche Förderung nicht möglich
Fachbetrieb mit BEG-Zertifizierung nötig (Energieberater für Antrag empfohlen)

Rechenbeispiel: Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe für 20.000 € mit Austausch einer Ölheizung und mittlerem Einkommen: 30 % + 20 % = 50 % Förderung = 10.000 € Zuschuss. Nettokosten: 10.000 €. Amortisation durch Heizkosteneinsparung oft unter 10 Jahren.

Wärmepumpe vs. Gasheizung vs. Ölheizung

MerkmalWärmepumpeGasheizungÖlheizung
Effizienz (Wärme/Energie)300–500 %90–98 %85–95 %
CO₂-Emissionen~30–60 g/kWh*~200 g/kWh~280 g/kWh
Heizkosten (Ø 200 m²)800–1.500 €/J1.500–2.500 €/J2.000–3.500 €/J
Investitionskosten (netto)8.000–25.000 €4.000–8.000 €5.000–9.000 €
Lebensdauer20–25 Jahre15–20 Jahre20–25 Jahre
Zukunftssicher✅ Ja (EE-Strom)⚠️ GEG 2026+❌ Nein (CO₂-Steuer)

* bei aktuellem deutschen Strommix; mit 100 % Ökostrom praktisch null CO₂

Ist mein Haus bereit für eine Wärmepumpe?

Eine Wärmepumpe funktioniert in fast jedem Gebäude – aber die Effizienz hängt stark von der Dämmung und dem Heizsystem ab. Folgende Faktoren sind entscheidend:

✅ Ideal geeignet

  • • Fußbodenheizung oder große Niedertemperatur-Heizkörper
  • • Gut gedämmtes Gebäude (KfW 70 oder besser)
  • • Neubau oder umfassend saniertes Altbaugebäude
  • • Ausreichend Platz für Außeneinheit (Luft-WP)
  • • Kombinierbar mit Photovoltaik

⚠️ Bedingt geeignet (Maßnahmen nötig)

  • • Altbau unsaniert – hydraulischer Abgleich + größere Heizkörper empfohlen
  • • Sehr hohe Vorlauftemperaturen (>60 °C) – Umbau nötig
  • • Kleine Grundstücke ohne Platz für Außeneinheit
  • • Gebäude mit sehr schlechter Dämmung (EPC > 160 kWh/m²a)

Günstiger Einstieg: Brauchwasserwärmepumpe

Wer noch nicht bereit für eine vollständige Heizungsanlage ist, kann mit einer Brauchwasserwärmepumpe sofort Kosten senken. Das Gerät ersetzt deinen Warmwasserboiler und nutzt Wärmepumpentechnik für die Warmwasserbereitung – mit einem COP von 3–4 statt dem Faktor 1 einer normalen Elektroheizung.

800–1.500 €
Anschaffungskosten (inkl. Einbau)
200–400 €
Ersparnis pro Jahr vs. Elektroboiler
2–4 Jahre
Amortisation

Die unterschätzten Vorteile

🔧
Selbstinstallation möglich
Viele Modelle lassen sich ohne Fachbetrieb anschließen – Warmwasseranschluss und Steckdose reichen. Kein Elektriker, kein Installateur nötig. Spart 500–1.000 € Montagekosten.
❄️
Kühlt den Aufstellraum im Sommer
Die Wärmepumpe entzieht der Raumluft Wärme. Im Keller oder Hauswirtschaftsraum sorgt das im Sommer für angenehme Kühle – ein willkommener Nebeneffekt ohne Extra-Kosten.
💧
Senkt die Luftfeuchtigkeit
Als Nebeneffekt entfeuchtet die Brauchwasserwärmepumpe die Raumluft. Ideal für feuchte Keller – verhindert Schimmelbildung und schützt Lagerräume dauerhaft.
☀️
Perfekt für PV-Überschuss
Tagsüber PV-Überschuss direkt zum Wassererwärmen nutzen – der Boiler wird zum günstigen Wärmespeicher. Kein teurer Batteriespeicher nötig, trotzdem hoher Eigenverbrauch.
🚀
Sofort einsatzbereit
Keine langen Planungs- und Genehmigungsverfahren wie bei einer Vollanlage. Bestellen, aufstellen, anschließen – Inbetriebnahme in wenigen Stunden möglich.
📉
Sofortige Kostenersparnis
Wer bisher einen Elektroboiler oder Durchlauferhitzer hat, spart ab dem ersten Tag. COP von 3–4 bedeutet: 75 % weniger Strom für dasselbe warme Wasser.

Ideal wenn…

  • • Warmwasser aktuell per Elektroboiler oder Durchlauferhitzer
  • • Keller oder Hauswirtschaftsraum mit mind. 15 m³ vorhanden
  • • Heizung noch funktioniert und nicht sofort ersetzt werden muss
  • • Kombination mit PV-Anlage geplant oder vorhanden

Einschränkungen

  • • Benötigt Luftzufuhr (Außenluft oder Raum mind. 15 m³)
  • • Im Winter kühlt sie den Aufstellraum mit – ggf. Heizung nachrüsten
  • • Ersetzt nur Warmwasser, keine Heizung
  • • Wenig sinnvoll wenn Warmwasser über Gas/Öl-Heizung läuft

Besonders attraktiv: Brauchwasserwärmepumpen können den PV-Überschuss tagsüber direkt zum Wassererwärmen nutzen – perfekter Eigenverbrauch ohne Batteriespeicher. Einfach den SG-Ready-Eingang mit dem Wechselrichter verbinden.

Häufige Fragen zur Brauchwasserwärmepumpe

Kann eine Brauchwasserwärmepumpe vor eine Gasheizung geschaltet werden?+
Ja – und das ist eine der häufigsten und sinnvollsten Kombinationen. Die Brauchwasserwärmepumpe übernimmt komplett die Warmwasserbereitung, die Gastherme wird nur noch für die Raumheizung genutzt. Das kalte Wasser fließt in den Wärmepumpen-Boiler (50–60 °C), die Warmwasserfunktion der Gastherme wird deaktiviert. Kein Eingriff in die Heizungsanlage nötig. Der Gasverbrauch sinkt sofort um 20–35 %, da Warmwasser typisch 20–30 % des Gesamtenergieverbrauchs ausmacht. Voraussetzung: Die Gastherme muss Heizung und Warmwasser getrennt handhaben können – das ist bei fast allen modernen Kombi- und Heizungsthermen der Fall.
Brauche ich einen Elektriker oder Installateur für die Installation?+
Bei vielen Modellen nein. Die Wasseranschlüsse entsprechen Standard-Haushaltsanschlüssen (3/4 Zoll), der Stromanschluss ist eine normale 230V-Steckdose oder ein Festanschluss. Technisch versierte Heimwerker installieren die Geräte selbst. Wichtig: Kaltwasserzulauf, Warmwasserausgang und Kondenswasserablauf müssen zugänglich sein. Für den Festanschluss (ab 2.000 W) ist ein Elektriker vorgeschrieben.
Wie laut ist eine Brauchwasserwärmepumpe?+
Moderne Geräte arbeiten mit 40–55 dB(A) – vergleichbar mit einem laufenden Kühlschrank oder leisen Geschirrspüler. Im Keller oder Hauswirtschaftsraum ist das kaum wahrnehmbar. Im Wohnbereich direkt aufgestellt kann es störend sein – eine Aufstellung im Keller ist empfehlenswert.
Wie viel Platz braucht eine Brauchwasserwärmepumpe?+
Der Aufstellraum sollte mindestens 15–20 m³ haben, damit genug Luft zum Wärmeentzug vorhanden ist. Alternativ kann Außenluft über Lüftungsrohre zugeführt werden. Die Geräte selbst sind kompakt: Ein 200-Liter-Gerät hat typisch 60 cm Durchmesser und 180–200 cm Höhe – ähnlich einem großen Warmwasserboiler.
Lohnt sich eine Brauchwasserwärmepumpe auch ohne PV-Anlage?+
Ja, auch ohne Solar lohnt sie sich. Wer bisher einen Elektroboiler oder Durchlauferhitzer betreibt, spart mit einem COP von 3–4 sofort 200–400 € pro Jahr. Mit PV-Anlage steigt die Ersparnis durch kostenlosen Solarstrom nochmals deutlich. Ohne PV rechnet sich das Gerät in 3–5 Jahren, mit PV oft schon in 2–3 Jahren.
☀️ Die 9 besten Brauchwasserwärmepumpen 2026 im Vergleich →

CO₂-Bilanz: Wärmepumpe ist heute schon grüner als Gas

Mit dem aktuellen deutschen Strommix (ca. 380 g CO₂/kWh) und einer JAZ von 3,5 emittiert eine Wärmepumpe rund 109 g CO₂ pro kWh Wärme – das ist bereits deutlich weniger als Gas (ca. 200 g/kWh) oder Öl (ca. 280 g/kWh). Und mit wachsendem Anteil erneuerbarer Energien wird die Klimabilanz jedes Jahr besser.

−45 %
CO₂ vs. Gasheizung (heute)
−61 %
CO₂ vs. Ölheizung (heute)
≈ 0 %
CO₂ mit 100 % Ökostrom

Kombiniere deine Wärmepumpe mit weiteren WattPlaner-Tools

Eine Wärmepumpe in Kombination mit einer Photovoltaikanlage maximiert deinen Eigenverbrauch und senkt die Stromkosten weiter. Berechne deinen Solarertrag mit unserem Solar-Rechner oder prüfe, ob ein dynamischer Stromtarif für deinen Betrieb sinnvoll ist: Stromtarif-Rechner.